3 Monate schwanger – Fressflash und co.

Bevor ich schwanger wurde, hatte ich großen Respekt vor dem Mutter werden und dem Gedanken Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen. Ich hatte ehrlich gesagt eher selten die klassischen Muttergefühle, wenn ich kleine Kinder gesehen habe. Eher hatte ich häufig über die zukünftige Erziehung meiner Kinder philosophiert, welche Werte und Gedanken ich Ihnen weitergeben möchte.

Als ich von der Schwangerschaft erfahren habe, war mein erstes Gefühl ein Schockzustand. Eigentlich witzig, wenn man bedenkt, dass das Baby eigentlich geplant war. Doch so schnell habe ich mit der Schwangerschaft trotzdem nicht gerechnet. In diesen Tagen haben mich viele Emotionen reihenweise überhäuft: von der Überraschung über Zweifel zu Angst.

Ist das Kind gesund? Wird sich unser Leben stark ändern? Können wir überhaupt gute Eltern sein?

Nach kurzer Zeit verschwanden die schlimmsten Ängste und Zweifel und wandelten sich in große Freude und Liebe um. Generell war ich all die Zeit sehr sensibel und von den Hormonen eingenommen. Ich fing an mir viele Gedanken zu dem Thema Leben und Tod zu machen. Je mehr ich eine Beziehung zu dem Kind in mir aufbaute, desto mehr Angst bekam ich, das Kind nicht beschützen zu können. Viele neue Gedankengänge haben mich eingeholt, die ich erstmal verarbeiten musste.

Mein allgemeines Verständnis vom Leben wurde komplett neu überarbeitet. Der Gedanke, dass aus der Liebe zweier Menschen ein komplett neuer Mensch entsteht, war aufeinmal super faszinierend für mich. Ich verstand zum erstan Mal, wie sich meine Eltern gefühlt haben müssen, als ich entstanden bin.

Wie hat sich mein Körper verändert

Geruchsempfinden

Mein Geruchsempfinden wurde sensibler und empfindlicher. Besondere Abneigung bekam ich gegen den Geruch von Kokosnuss, was mich wirklich fast zum Übergeben brachte.

Ernährung

Ich hatte keine klassischen Gelüste nach etwas Bestimmten, sondern einfach nur nach jeglichen Kohlenhydraten.  Ich brauchte Pizza, Pasta, Brot – mein Körper vermittelte mir das Gefühl kaum satt zu werden. Dadurch nahm ich relativ schnell zu und hatte gleich am Anfang 4 Kilo drauf. Mein gemischter Salat schmeckte mir nicht mehr, stattdessen ging nur rohes Gemüse und Obst. Mein Wasser musste ich süßen und manchmal musste ich Zuckerbonbons morgens lutschen, um meine Morgenübelkeit wegzubekommen.

Müdigkeit

Die stärkste Veränderung war für mich eindeutig die Müdigkeit, die mich in dieser Zeit einholte. Diese hat mich komplett kontrolliert und meinen Alltag unglaublich eingeschränkt. In der Anfangszeit schwankte ich zwischen Essen und Schlafen und  klebte an meinem Sofa und an meinem Bett. Zum Glück lies meine Arbeit mir die Möglichkeit mich zurückziehen zu können, sonst wüsste ich nicht wie ich diese Anfangszeit überständen hätte. Hinzu kommt, dass nur die wenigsten in dieser Zeit von der Schwangerschaft wissen und eventuell alles eher einer Faulheit zuschreiben.

Sodbrennen

Am Anfang hatte ich auch Sodbrennen, wegen den zuckerhaltigen Produkten, die ich brauchte. Durch gesünderes Ernähren ging das Sodbrennen zum Glück automatisch weg.

Haut

Besonders im Dekolleté plagte mich Akne und Hautausschlag. Mit Waschgel und der Zeit ging auch dies automatisch zurück.

Rückenschmerzen

Die Rückenschmerzen holten mich regelmäßig ein und zu Beginn bekam ich etwas Panik diese ohne Schmerztabletten bekämpfen zu müssen. Aber mit regelmäßiger Bewegung, Tennisball, Körnerkissen und vorischtiger Massage habe ich diese meist im Griff gehabt.

Insgesamt hatte ich aber eine entspannte Anfangsschwangerschaft. Ich musste mich nur einmal übergeben und außer dass mich Schlafphasen und Fressgelüste von meinem Alltag abhielt, hatte ich keine sonderlichen Schmerzen.

 

 

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