Fernreise mit Baby – Dubai

Eine Woche ist es jetzt her, die erste große Reise mit unserer kleinen Tochter Lucia. Sie hat schon mit uns ein paar kleine Autotouren erlebt, aber nun hat sie ihren ersten Flug hinter sich und dieser ging auch direkt ca 6 Stunden.
Als ihr erstes Urlaubsziel hatten wir uns Dubai überlegt. Wir waren bereits zweimal dort, was für uns ein Dafür- aber auch ein Dagegen-Argument war. Letztendlich waren es die Kombination aus nicht zu langer Flugzeit, zu wissen was einen erwartet, gute medizinische Versorgung und gute hygienische Umstände, die uns für ihre erste Reise die ausschlaggebenden Argumente waren. Wir wollten uns erstmal in für uns sicheres Terrain begeben, um uns ganz darauf konzentrieren zu können, wie die kleine das Ganze verkraftet. Wenn man das erste mal mit dem ersten Kind verreist, fragt man sich schon: wie wird die kleine den Flug und den Temperaturwechsel verkraften? Was ist, wenn sie doch krank werden sollte? Wird alles gut gehen und haben wir alles bedacht?

Warum Dubai?

  • Sehr gute medizinische Versorgung im Bezug auf Ärzte aber auch im Bezug auf Medikamentenverfügbarkeit. Apotheken haben häufig 24h geöffnet.
  • Sehr hygienische Situation
  • Verhältnismäßig „kurzer“ Flug als Fernreise von 6-7h
  • Familienfreundliches Land, sei es von den Menschen aber auch von dem Angebot her.
  • Angenehme Temperaturen in der Winterzeit
  • Hoher Service, der es möglich macht sich auf den Urlaub zu konzentrieren

Mögliche Schwierigkeiten

  • Sehr viel Klimaanlagenbetrieb, was sich besonders wenn es warm wird, verstärkt.
  • Ausnahmezeit: Fastenzeit – diese Zeit und den Sommer empfehle ich nicht für eine Reise dorthin. Ob alleine oder mit Kind.

 

Wir haben uns für einen 10-tägigen Urlaub entschieden: 5 Tage im städtischen Hotel Shangri La und 5 Tage eher zum Entspannen am Meer im Rixos beim JBR.
Zudem haben wir einen Flug in der Businessclass gewählt, welcher bei der Fluglinie Emirates wirklich luxuriös ausgestattet ist. Somit hätten wir auch keine Begrenzungen beim Packen und haben ziemlich viel mitgenommen.

Was haben wir eingepackt:
Lucia hat einen mittelgroßen Koffer bekommen und die eine Hälfte war voll mit Klamotten. Viele Bodys, Hosen, Socken, Pullis, Jäckchen, Lätzchen, Sonnenhut und Mützchen.. auf der anderen Seite 1 1/2 Packungen Windeln, Feuchttücher, ca. 4 Packungen Milchpulver, Schwimmwindeln, Flaschen, Schnullis, Schwimmreifen, Baby Sonnenbrille (die sie kaum benutzt hat).
Dann noch ein bisschen Babypflegeprodukte und Sonnencreme und ein bisschen Tee, Windsalbe und auch Zäpchen und Medikamente für den Notfall (Fieberzäpfchen und Fiebersaft).

Das Beste:
Eine super Idee von uns waren Lärmschutzkopfhörer für Babys, die wir ihr aufgesetzt haben, wenn sie bei dem Lärm um sie herum nicht zur Ruhe kommen konnte. Die Situation hab es zum einen auf dem Hinflug und fast täglich im Hotel am Pool. Sei es die Musik, die Flugzeuge oder andere laute Kinder, irgendwas hätte Lucy immer wieder aus dem tiefen Mittagsschlaf gerissen. Mit den Lärmschutzhörern konnte sie ohne Probleme 1-2 h am Pool schlafen. Auf dem Rückflug oder in anderen Situationen wiederum hatte sie keine Lust auf die Lärmschutzhörer..

Und im Nachhinein das Beste, was wir gemacht haben, war es uns von einer Homöopathin eine Reiseapotheke für Lucia Zusammenstellen zu lassen. Wir haben uns vorher mit ihr getroffen und alles über den Urlaub besprochen und anhand dessen hat sie die Mittel zusammen gestellt. So hatten wir Kügelchen für jegliche Situation, sei es Verstopfung, Zu viele Eindrücke, Klimaanlagen, plötzlicher Schreikrampf etc. Es war für mich der Zwischenschritt bevor man zu Medikamenten greift. Tatsächlich kamen die Kügelchen ziemlich häufig zum Einsatz und zwar dann, wenn etwas nicht besonders akut da war, sondern sich langsam aufzeigte.
Wir nahmen die Kugeln, wenn Lucia besonders unruhig war, wenn sie Verstopfung oder auf einmal einen Weinkrampf bekam. Einmal sogar, als sich ihre Bäckchen von der Sonne leicht röteten. Und wenn ich bis zu dem Urlaub noch an die Wirkung gezweifelt haben sollte, tue ich es spätestens seit dem Urlaub nicht mehr! Die Globulis halfen uns bei unseren kleinen Auffälligkeiten und Bedenken und gaben uns ein gutes Gefühl dem Baby zu helfen ohne zu Medizin greifen zu müssen. Zweimal hörte sie direkt danach auf zu weinen und die roten Bäckchen wurden innerhalb weniger Stunden zu gesunder Bräune, ohne dass die kleine je schmerzen aufzeigte. Allein für unser Gefühl hat uns diese Reiseapotheke sehr geholfen, daher kann ich sie wirklich nur empfehlen.

Babytrage, Kindersitz und Kinderwagen?
Wie läuft es beim fliegen ab?

Wir haben uns entschieden das Kinderwagengestell (von bugaboo) und den Autositz (cloud q von cybex zum aufklappen) mitzunehmen. Eine Kinderwagenwanne wäre uns doch zu viel gewesen. Im Flughafen hatten wir die Kleine die meiste Zeit in der Trage und mit einem großen Cardigan konnte ich sie etwas von den lauten Eindrücken abschirmen. Die Wickeltasche haben wir einfach so mit in den Flieger genommen zusammen mit Fläschchen, Pulver und Wasser, Spielzeug, Lärmschutzhörer und alles was zum Wickeln gebraucht wird. Bei der Sicherheitskontrolle haben wir ziemlich viel Zeit gebraucht, aber wir konnten alles problemlos mitnehmen – sogar das Wasser. Das Wasser wurde uns auch nicht vor dem Flieger abgenommen, aber theoretisch wäre es auch kein Problem gewesen, da man heißes und kaltes Wasser auch im Flieger bekommt. Bei Pulver und Essensgläschen soll es generell sehr unproblematisch sein. Ich hatte die Kleine während das Starts in ihrer Trage mit einem extra Gurt angeschnallt und auf dem Hinflug die Hörer auf. Wenn man es schafft das ganze gut abzupassen, ist es sinnvoll die Kleinen bei Start und Landung an Flasche oder Schnulli saugen zu lassen, um den Druck auszugleichen. Lucia hat sich aber generell nie was dabei anmerken lassen. Im Flieger war es dann trotz komfortabler Sitzplätze natürlich nicht ganz so entspannt wie alleine fliegen. Ich habe keinen Film geguckt. Lucia hat manchmal etwas gequakt aber zum Glück nichts dramatisches. Mit einem Stück Apfel konnten wir Lucia ziemlich lange während des Flugs beschäftigen.

Angekommen in Dubai

Das Gute für uns in Dubai war, dass wir die Stadt schon ganz gut kennen und daher mehr auf Erholung statt auf Erkunden gesetzt haben. Zudem hatten wir kaum feste zeitliche Termine, was ich beim mit Baby planen immer am schwierigsten finde. Morgens im Hotel sind wir meist mit dem Kinderwagen runter zum Frühstück gegangen, wobei Lucia lieber auf den Schoß wollte. Unterwegs hatten wir den Kinderwagen und Trage auch meist dabei und haben immer nach Bedarf gewechselt. Taxi fahren und rumspazieren waren außer quer durch downtown keine Probleme. Am JBR kann man tatsächlich wesentlich schöner spazieren gehen während es sich kn downtown mehr mit Auto lohnt. Mittags hat die kleine mit Lärmschutzhörern und Augen zugedeckt ziemlich lange am Pool geschlafen und nachmittags manchmal nochmal im Zimmer. Ich hatte etwas Sorge, dass die ganzen Eindrücke – besonders in Dubai – etwas zu viel für sie werden könnten. Am ersten Abend fand sie tatsächlich schwer in den Schlaf, danach jedoch hat man ihr nichts mehr angemerkt.
Auf diese Weise hat der Urlaub mit der kleinen wirklich richtig gut funktioniert und wir hatten eine tolle Zeit zu dritt!

Falls ihr noch Fragen habt, schreibt mir gerne!

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