Sechs Dinge, die ich beim Hausumbau gelernt habe

1. Habe schon von Anfang an das Ende im Sinn…

Bevor die erste Schaufel in den Sand gesetzt wurde, um den Umbau zu starten, hatten wir genaue Vorstellungen, wie die Möbel stehen sollten – zumindest in den wichtigsten Räumen. Vom Bodenholz bis hin zu Stoffen für Möbel und Gardinen haben wir schon alle Muster zusammengelegt, obwohl wir noch viel Zeit hatten. Und das würde ich immer wieder so machen. Natürlich ist es nicht so leicht, über die Möbelkonstellation zu sprechen, wenn nicht einmal vernünftig die Wände eingezeichnet wurden. Aber spätestens, wenn es um die Stromleitungen und Heizungen geht, sollten diese Dinge durchgeplant sein. Unsere Vorplanung hat sicherlich die Hälfte der von uns eingeplanten Zeit eingenommen, aber das war es definitiv wert. Bei der Ausstattung des Wohnbereiches bekamen wir die Unterstützung von einem Einrichtungsprofi. Ich erklärte ihm genau, welchen Vorstellungen unser Wohnbereich entspreche und zeigte dabei meine gesamte Sammlung diverser Pinterestbilder. Auf diese Art und Weise planten wir gemeinsam Stück für Stück unseren Wohnbereich. Doch der Einrichter konnte uns nicht nur im Hinblick auf das Wohnzimmer gute Tipps geben, sondern unterstütze uns vor allem bei der Planung der offenen Küche, die sich komplizierter als gedacht erwies.

2. Verlasse dich nicht voll und ganz nur auf die Profis

Es gab sehr viele Leute, die täglich auf die Baupläne gesichteten und einem das Gefühl gaben, alles sei unter Kontrolle, doch das ein oder andere Mal haben Philip, ich oder der Einrichter Fehler gefunden. Vieles Geplantes machte auf dem Papier zwar Sinn, in der Realität jedoch erwies sich Einiges als wenig sinnvoll. Somit war ich sehr erleichtert, dass wir durch unsere ständigen Reflexionen und gemeinsamen Gespräche viele kleine Fehler noch verhindern konnten. Ich kann wirklich jedem empfehlen, sich während des Umbaus regelmäßig die Zeit und Ruhe zu nehmen und die Räume in Gedanken visuell durchzugehen.

3. Hol dir nicht zu viele Meinungen zu ästhetischen Fragen

Während der Planung des Hauses, habe ich einen großen Fehler gemacht. Ich hörte mir zu viele Meinungen von Außenstehenden an. Zum Teil habe ich selbst nach dieser Meinung gefragt, zum anderen Teil aber haben die Leute das Bedürfnis gehabt, ungefragt ihre Meinungen zu äußern. In meinem Fall hat mir beides nicht geholfen. Zu oft habe ich Entscheidungen stundenlang durchdacht, um dann jemand Außenstehendes drüber schauen zu lassen. Dieser wiederum meint eine bessere Lösung zu haben, bedenkt diese noch einige Stunde und kommt letztendlich fast zum gleichen Ergebnis. Außerdem sind viele Entscheidungsfragen einfach subjektiv. Der Eine mag offene Küchen, der Andere nicht. Aber da es dein Haus ist, triffst DU die Entscheidungen und zwar nach deinen eigenen Vorstellungen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man sonst in dem Eigenheim sitzt und sich von der einen oder anderen Entscheidung eines Außenstehenden gestört fühlt.

4. Der Preis wird immer höher, als ursprünglich geplant

Das passiert immer eher beim Umbau, als beim Aufbau. Ich habe diese Erfahrung auch schon beim Bau des Hauses meiner Eltern miterlebt. Und auch mein Mann kommt aus der Immobilienbranche. Kalkuliere die Kosten nicht zu knapp. Zu oft warten unvorhersehbare Ausgaben auf einen, die dich zwingen, mehr Geld auszugeben, als ursprünglich geplant.

5. Setze Prioritäten

Jeder hat andere Prioritäten. Aber es ist wichtig, im Voraus die eigenen festzulegen. Wir zum Beispiel haben unsere Priorität zum einen auf den Wohnbereich und zum anderen auf Hochwertigkeit und Qualität gesetzt. Daher haben wir etwas mehr Budget in unseren Wohnbereich gesteckt, während in unserem Schlafzimmer, abgesehen von einem Bett und den Nachtschränken, noch kaum Möbel vorhanden sind. Aber das war unsere Priorität und deswegen war dies die richtige Entscheidung.

6. Es wird immer etwas geben, was man hätte besser machen können

Genau so hat sich der Einrichter immer wieder geäußert. Egal wie lange man zusammensitzt und plant, es wird mit Sicherheit immer etwas kommen, was man im Nachhinein hätte besser machen können. Zum Glück bin ich mit den meisten Entscheidungen, die wir getroffen haben, sehr zufrieden. Natürlich sind hier und da mal Kleinigkeiten, die man hätte besser machen können, doch da ich mir dieser Gefahr bewusst war, ärgere ich mich so gut wie gar nicht über die kleinen Fehlentscheidungen.

 

Falls ihr gerade mitten im Umbau steckt, wünsche ich euch ganz viel Durchhaltevermögen und das alles so wird, wie ihr euch erhofft!

 

 

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