Kategorie: Self

Warum müssen wir manchmal leiden, was machen Schmerzen mit uns?

(Ende meines letzten Blogposts:) Ist es überhaupt richtig zu glauben, wir müssen Andere vor ihrem eigen gewähltem Leid und Schmerz bewahren?

Zum Ende meines BWL Studiums musste ich noch „Soziale Punkte“ sammeln und habe mich dabei für ein 4 Wöchiges Praktikum im Kindergarten entschieden. Diese Zeit hat mir viel gegeben, aber auch einiges an täglicher Kraft gekostet. Ich habe sehr große Achtung vor Kindergärtnerinnen und hatte die Arbeit vorher wirklich unterschätzt.
Was ich dabei über mich selbst gelernt habe: dass ich auf jeden Fall noch nicht abgehärtet war und eher zu einer ängstlichen Aufsicht tendierte. Mein Puls schlug immer höher, wenn ich 3 Jährige Kinder mit Scheren umher laufen sah oder wir zusammen mit Kerzen Wachsfiguren bastelten. Wäre es zu dem Zeitpunkt nach mir gegangen, hätte es diese Sachen vermutlich dort nicht gegeben.
Dann aber musste ich den Außendienst machen und ein kleiner Junge kletterte eine Leiter hoch. Als er oben ankam, wusste er nicht wie er runterkommen sollte und spätestens als er nach Hilfe rief, eilte ich herbei und hob ihn wieder runter. Daraufhin kletterte er wieder hoch, sogar etwas höher – gleiche Situation. Ich wollte schon wieder hineilen, da hielt mich eine Kindergärtnerin zurück und meinte: „Nein, das muss er lernen. Es kann nicht viel passieren. Das Schlimmste ist, wenn er runterfällt. Aber dann tut er sich weh und hat gelernt, dass das Fallen aus dieser Höhe wehtut.“
Eine kleine Geschichte, die mir unglaublich die Augen öffnete. Es stimmte, dieser Junge war mitten in einem Lernprozess und ich hatte ihn dabei unterbrochen und ihn dadurch eher gefährdet als geholfen. Er lernte zu Beginn von mir, wenn er in einer zunächst ausweglosen Situation war, dass Jemand kommt und ihn aus der Situation hilft. Aber das Leben verläuft anders!
Es wird nicht immer jemand da sein, der für uns Entscheidungen trifft und uns aus der Patsche hilft. Und das ist gut so.

Es ist unsere Aufgabe Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen und das Wichtigste: daraus zu lernen.

Manchmal müssen wir uns an einer Kerzenflamme verbrennen, damit wir nicht in einen brennenden Wald reinlaufen und wir müssen uns beim Hinfallen die Hand verstauchen, damit wir merken, dass wir nicht unverletzbar sind.
Aus traurigen und schwierigen Momenten, können große wunderschöne Dinge wachsen. Es ist der Punkt, wo wir am aller meisten lernen und Kraft erzeugen können. Es ist, als würde man im Meer herabsinken und wenn man dann auf dem Boden ist, hat man durch den Widerstand die meiste Kraft sich nach oben abzudrücken.

Das Leben ist nicht dafür gemacht immer Glücklich zu sein. Ja es klingt erstmal unangenehm, denn letztendlich streben wir alle immer nach dem großen Ziel: Glücklich sein. Aber eigentlich ist es die Erfüllung zu verstehen, dass wir die schlechten und traurigen Momente brauchen, um ein erfülltes Leben zu leben. Klingt paradox? Ist es im ersten Moment auch ein wenig. Aber es sind auch die schlechten Zeiten die, die das Leben erst lebenswert machen, die Höhen und Tiefen, die dem Leben den notwendigen Puls geben.

Schon unser Herzschlag, zeigt wie das Leben funktioniert:

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Tod

sinusbradykardie             Leben

Diese Muster finden wir auch in anderen Bereichen des Lebens.
Betrachten wir die Natur und das Universum, die das Leben geschaffen haben, dann ist alles was wir kennen Dual:
Es gibt Plus und Minus, Negativ und Positiv, Hell und Dunkel, Warm und Kalt, alles hat zwei Gegensätze. Wir brauchen die Dunkelheit um die Sonne zu sehen und die Sonne um Schatten zu sehen. Wir schätzen den Sommer besonders, wenn der Winter kalt war. Wir erfreuen uns unserer Gesundheit mehr, wenn wir richtig krank waren.

Wir brauchen schlechte Zeiten, um die Guten zu erkennen und wir brauchen Probleme um daraus zu wachsen.

Das Leben wirft uns immer wieder in unangenehme Situationen. Meines Erachtens ist genau das eines der wesentlichen Aufgaben in unserem Leben: sich zu entwickeln! Denn wenn es keine Entwicklung gibt, dann heißt es, es gibt Stillstand und das macht den Menschen letztendlich unglücklich.

Ich finde mit dieser Einstellung, lässt es sich häufig viel leichter leben. Wenn ein neues Problem auftaucht, tief durchatmen, einen Schritt zurück gehen, die Situation betrachten und Lösungen für dieses Problem suchen – und sei es nur die richtige Einstellung zu diesem Problem zu bekommen.
Ich habe mittlerweile gelernt eine gesunde und auch dankbare Einstellung zu Problemen zu bekommen. Denn,

entweder du löst das Problem oder du lernst – aber in beiden Fällen gewinnst du!

Menschen dazu bringen, das Richtige zu tun

Ich denke jeder hat es schon Mal erlebt: Eine Person aus unserem Umfeld, die uns häufig auch sehr wichtig ist, tut etwas, was wir absolut nicht nachvollziehen können. Sie ist mit dem Typen zusammen, der sie verletzt. Oder Sie ernährt sich falsch und daraus entwickelt sich Unzufriedenheit und Krankheit. Sie hat den falschen Job zum Glücklich-sein. Sie wird von anderen gemobbt und wehrt sich einfach nicht.

Eine Person, die uns wichtig ist, handelt komplett gegen unser Verständnis und gegen ihr eigenes Glück – glauben wir.

Und wir, die das Ganze so objektiv betrachten, sehen die Lösung so offensichtlich vor uns und verstehen nicht warum die Person so handelt, wie sie es gerade tut. Womöglich wollen wir nicht, dass die Person denselben Fehler macht, wie wir es einmal getan haben. Es macht uns traurig, den Menschen leiden und meckern zu sehen, wenn es doch so einfach wäre, die Situation zu einer Besseren zu machen. Manchmal verbrauchen wir dafür unsere eigene Energie, wenn wir uns in das Problem des Anderen reinsteigern und im schlimmsten Falle, fahren wir damit voll gegen die Wand.

Es gibt Wahrheiten, mit denen wir lernen müssen umzugehen: Wir können Menschen nicht ändern, die sich selbst nicht ändern wollen. Sie wollen und müssen ihre eigenen Fehler und Erfahrungen machen. Denn nur aus diesen werden sie wachsen und lernen.
Viele Menschen meckern und sind mit ihrer Situation unzufrieden, doch wenn wir ihnen Lösungen vorschlagen, um ihre Situation zu ändern, sind sie nicht bereit diese anzunehmen. Die Wahrheit dahinter ist: diese Menschen wollen ihre Situation ehrlich gesagt nicht wirklich ändern. Ihre Situation ist nicht schlimm oder bedrückend genug, als dass sie den Willen schaffen, ihre Situation zu ändern. Die Situation ist vielleicht nicht besonders gemütlich, aber die Vorstellung aus ihrer Komfortzone ausbrechen zu müssen, erscheint Ihnen als weitaus schlimmer.

Auch ich habe diese Erfahrung lernen müssen. Ich habe geglaubt, wenn ich genug Zeit und Energie in einen Menschen stecke, kann ich diesen positiv in seinem Handeln beeinflussen. Dies stimmt aber nur, wenn sich dieser Mensch selbst überhaupt ändern will.
Bei mir war es eine damalige Freundin, die meines Erachtens mit einem Typen zusammen war, der sie nicht gut behandelte. Sie rief mich täglich an, um sich Rat für neue Streitigkeiten zu holen und ich legte all meine wichtigen Aufgaben zur Seite, um stundenlang auf sie einzureden, dass sie ihn verlassen solle. Sie stimmte mir zwar immer zu .. aber sie tat es nicht. Und dies fing an mich so emotional zu berühren, dass ich immer stärker auf sie einredete.. Lange rede kurzer Sinn. Auch wenn Sie nach meinem Rat suchte, war ich letztendlich der Bösewicht, der ihn schlecht redete. Die Beiden sind bis heute zusammen und wir nicht mehr befreundet.
Mittlerweile habe ich aus dieser Situation unglaublich viel mitgenommen:

Zum einen, wer bin ich, dass ich mir das Recht rausnehme für Jemanden zu entscheiden, was für ihn Richtig ist? Dies ist weder meine Aufgabe, noch von jemand anderem Außenstehenden. Wenn zwei Menschen sich anziehen und zusammen sind, hat es immer einen Sinn, egal welcher Beweggrund dahinter steht. Ob es tatsächliche Liebe, Kinder oder emotionale oder finanzielle Abhängigkeit ist; wir ziehen das an, was wir unterbewusst ausstrahlen und glauben. Wenn eine Frau ihre Partnerwahl aufgrund geringen Selbstwerts trifft, dann könnten wir uns z.B. viel eher darauf fokussieren, ihr ein gutes Gefühl zu geben und ihr Komplimente zu geben, für das was sie ist. Nur wenn sie wirklich ihre Situation ändern will, kann Hilfe ernsthaft fruchten.

Zudem habe ich gelernt, dass ich meine Energie nicht mehr in Menschen stecke, die nur ständig über ihre Probleme meckern wollen, aber nicht bereit sind etwas zu ändern. Viele Menschen wollen nur ihren Ballast irgendwo abladen. Diese Menschen nennt man Energievampire. Sie saugen unsere Energie und danach fühlen wir uns schlapp und kaputt. Wenn ich solche Menschen in meinem Umfeld bemerke, verringere ich den Kontakt oder versuche keine tiefergehenden Gespräche zu führen.
Klingt für Einige etwas kühl, aber jeder Mensch sollte sich selbst genug lieben, seine Zeit und Kraft nicht in Energievampire zu stecken.

Natürlich gibt es Momente, in denen sich der Andere nur etwas Schmerz von der Seele reden möchte und ich bin dafür, dass man dann ein offenes Ohr hat. Doch wenn wir nicht eine gewisse Differenzierung von uns selbst zu dem Problem einhalten, geht dies auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Danach fangen wir an den Kummer des Anderen zu übernehmen und selbst daran zu zerbrechen.
Und wenn wir selbst leiden, können wir Anderen nicht mehr helfen.. Das heißt wir müssen im Umkehrschluss dafür sorgen, dass es uns selbst gut geht und erst dann können wir wirklich anderen Menschen  helfen. Dieses Verhalten wird gerne mit Egoismus gleichgesetzt und das ist absolut negativ behaftet. Aber länger darüber nachgedacht, ist es ganz logisch: Nur wer viel hat, kann viel geben – und das ist nicht (unbedingt) Materiell gemeint.

Was ist nun die Lösung von dem Ganzen? Können wir Menschen, die wir lieben, also nicht positiv beeinflussen? Müssen wir das akzeptieren und zuschauen, wie diese langsam aber sicher in ihr Verderben laufen?
Nun ja, wir sollten aufhören zu glauben, wir wüssten was das Richtige für den Anderen ist. Denn unsere Schlüsse erfolgen aus unserer eigenen Realität und das muss nicht zwangsweise für den Anderen stimmen. Die Antwort ist weniger Fehler bei anderen Suchen und sie ändern wollen, stattdessen mehr bei sich Selbst sein und als gutes Beispiel voran gehen und mit einer starken Schulter Beistand zu bieten. Zeig selbst wie es ist, einen gesunden Selbstwert zu haben, sich gesund zu ernähren oder eine ausgeglichene Beziehung zu führen. Sei positiv und Verständnisvoll, habe keine Angst vor Fehlern, Veränderungen und Entwicklung. Sprich anderen gut zu, glaub an sie, vermittle Beistand und gib Liebe und Kraft. Versuch all das, was dich bei Anderen stört, bei dir selbst ins Reine zu bringen. Und je ausgeglichener du wirst, desto mehr Menschen wollen von dir lernen. Es ist kein Garant dafür, dass du die Menschen, die dir wichtig sind erreichst, aber das sind andere Wege ja schließlich auch nicht.

Letztendlich gilt es zu überlegen, ist es überhaupt die richtige Frage die wir uns stellen? Ist es überhaupt richtig zu glauben, wir müssen Andere vor ihrem eigen gewähltem Leid und Schmerz bewahren?

Mehr lest ihr hier am Freitag.

Sechs Dinge, die ich beim Hausumbau gelernt habe

1. Habe schon von Anfang an das Ende im Sinn…

Bevor die erste Schaufel in den Sand gesetzt wurde, um den Umbau zu starten, hatten wir genaue Vorstellungen, wie die Möbel stehen sollten – zumindest in den wichtigsten Räumen. Vom Bodenholz bis hin zu Stoffen für Möbel und Gardinen haben wir schon alle Muster zusammengelegt, obwohl wir noch viel Zeit hatten. Und das würde ich immer wieder so machen. Natürlich ist es nicht so leicht, über die Möbelkonstellation zu sprechen, wenn nicht einmal vernünftig die Wände eingezeichnet wurden. Aber spätestens, wenn es um die Stromleitungen und Heizungen geht, sollten diese Dinge durchgeplant sein. Unsere Vorplanung hat sicherlich die Hälfte der von uns eingeplanten Zeit eingenommen, aber das war es definitiv wert. Bei der Ausstattung des Wohnbereiches bekamen wir die Unterstützung von einem Einrichtungsprofi. Ich erklärte ihm genau, welchen Vorstellungen unser Wohnbereich entspreche und zeigte dabei meine gesamte Sammlung diverser Pinterestbilder. Auf diese Art und Weise planten wir gemeinsam Stück für Stück unseren Wohnbereich. Doch der Einrichter konnte uns nicht nur im Hinblick auf das Wohnzimmer gute Tipps geben, sondern unterstütze uns vor allem bei der Planung der offenen Küche, die sich komplizierter als gedacht erwies.

2. Verlasse dich nicht voll und ganz nur auf die Profis

Es gab sehr viele Leute, die täglich auf die Baupläne gesichteten und einem das Gefühl gaben, alles sei unter Kontrolle, doch das ein oder andere Mal haben Philip, ich oder der Einrichter Fehler gefunden. Vieles Geplantes machte auf dem Papier zwar Sinn, in der Realität jedoch erwies sich Einiges als wenig sinnvoll. Somit war ich sehr erleichtert, dass wir durch unsere ständigen Reflexionen und gemeinsamen Gespräche viele kleine Fehler noch verhindern konnten. Ich kann wirklich jedem empfehlen, sich während des Umbaus regelmäßig die Zeit und Ruhe zu nehmen und die Räume in Gedanken visuell durchzugehen.

3. Hol dir nicht zu viele Meinungen zu ästhetischen Fragen

Während der Planung des Hauses, habe ich einen großen Fehler gemacht. Ich hörte mir zu viele Meinungen von Außenstehenden an. Zum Teil habe ich selbst nach dieser Meinung gefragt, zum anderen Teil aber haben die Leute das Bedürfnis gehabt, ungefragt ihre Meinungen zu äußern. In meinem Fall hat mir beides nicht geholfen. Zu oft habe ich Entscheidungen stundenlang durchdacht, um dann jemand Außenstehendes drüber schauen zu lassen. Dieser wiederum meint eine bessere Lösung zu haben, bedenkt diese noch einige Stunde und kommt letztendlich fast zum gleichen Ergebnis. Außerdem sind viele Entscheidungsfragen einfach subjektiv. Der Eine mag offene Küchen, der Andere nicht. Aber da es dein Haus ist, triffst DU die Entscheidungen und zwar nach deinen eigenen Vorstellungen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man sonst in dem Eigenheim sitzt und sich von der einen oder anderen Entscheidung eines Außenstehenden gestört fühlt.

4. Der Preis wird immer höher, als ursprünglich geplant

Das passiert immer eher beim Umbau, als beim Aufbau. Ich habe diese Erfahrung auch schon beim Bau des Hauses meiner Eltern miterlebt. Und auch mein Mann kommt aus der Immobilienbranche. Kalkuliere die Kosten nicht zu knapp. Zu oft warten unvorhersehbare Ausgaben auf einen, die dich zwingen, mehr Geld auszugeben, als ursprünglich geplant.

5. Setze Prioritäten

Jeder hat andere Prioritäten. Aber es ist wichtig, im Voraus die eigenen festzulegen. Wir zum Beispiel haben unsere Priorität zum einen auf den Wohnbereich und zum anderen auf Hochwertigkeit und Qualität gesetzt. Daher haben wir etwas mehr Budget in unseren Wohnbereich gesteckt, während in unserem Schlafzimmer, abgesehen von einem Bett und den Nachtschränken, noch kaum Möbel vorhanden sind. Aber das war unsere Priorität und deswegen war dies die richtige Entscheidung.

6. Es wird immer etwas geben, was man hätte besser machen können

Genau so hat sich der Einrichter immer wieder geäußert. Egal wie lange man zusammensitzt und plant, es wird mit Sicherheit immer etwas kommen, was man im Nachhinein hätte besser machen können. Zum Glück bin ich mit den meisten Entscheidungen, die wir getroffen haben, sehr zufrieden. Natürlich sind hier und da mal Kleinigkeiten, die man hätte besser machen können, doch da ich mir dieser Gefahr bewusst war, ärgere ich mich so gut wie gar nicht über die kleinen Fehlentscheidungen.

 

Falls ihr gerade mitten im Umbau steckt, wünsche ich euch ganz viel Durchhaltevermögen und das alles so wird, wie ihr euch erhofft!

 

 

Die wichtigste Investition deines Lebens

Ich werde garnicht lange drumherum reden. Ich denke auch es ist ganz klar! Die wichtigste Investition in deinem Leben ist die Arbeit in Dich selbst! Und das ist in keinem Fall egoistisch gemeint und nach dem Motto „Scheiß auf die Anderen“. Im Gegenteil: Denn erst wenn DU wirklich glücklich bist, kannst du wirklich einen Mehrwert schaffen und anderen Menschen zu ihrem Glück helfen. Es bringt also rein gar nichts depressiv auf seinem Platz zu sitzen und sich darüber zu beschweren, wie schlimm die Welt ist. Wir müssen proaktiv handeln und am Besten beginnen wir damit direkt bei UNS. Wir müssen anfangen, zu hinterfragen was wir tun. Aktiv an unserem Denken, unserem Selbstwert arbeiten und damit unser Tun beeinflussen. Hier beginnt der aller erste Schritt zu einer besseren Welt. Wir können anderen keine Kraft, keine Energie und keine Ratschläge geben, wenn wir selbst mit unser Situation innerlich unzufrieden sind.
Also gilt es, erst sich selbst zu helfen, damit man im nächsten Schritt Anderen helfen kann. Wir stehen alle ab einem gewissen Alter in der Verantwortung, uns und der Umwelt gegenüber unseren Beitrag zu leisten um diese Welt besser zu machen. Und der erste große Schritt beginnt bei uns selbst!

Für die einen ist es eine unbequeme Wahrheit, denn es bedeutet Arbeit, Veränderung, Entwicklung. Doch für die anderen fühlt es sich erlösend an, denn in diesem Licht bedeutet „sich Zeit für sich selbst nehmen“ nichts Egoistisches sondern etwas Lebensnotwendiges!

Dein zukünftiges Leben beginnt in deinem Kopf!

Viel zu viele Jahre unseres Lebens haben wir sorglos wie ein Schwamm alles aufgenommen, was unsere Umgebung uns eingetrichtert hat. Sei es Überzeugungen und Ängste von Verwandten, von Freunden, aus Medien und von irgendwelchen Menschen. Viel zu selten haben wir sorgfältig gefiltert, welche Gedanken wir überhaupt in unseren Kopf lassen wollen und welche Überzeugungen wir wirklich für uns selbst übernehmen wollen. Wir haben nie selbst gedacht, sondern andere für uns denken lassen. Es ist als hätten wir seit Kindesalter Fastfood bedenkenlos bekommen und weiterhin zu uns genommen und es nie hinterfragt, weil fast alle Menschen um uns herum so denken.
Fastfood für unsere Gedanken – Und erst dann wenn man die „gesunde Ernährung“ für sich entdeckt und diese eine lange Zeit zu sich genommen hat, spürt man wie gesund und zufrieden sich der Geist anfühlt und wie schlimm das Leben eigentlich vorher war … und wie schön es jetzt sein kann.

Nun gilt es den Kopf wie nach einem Großputz von dem ganzen Krempel an schlechten Gedanken zu befreien.
Es wird Zeit deine Gedanken zu hinterfragen, dich zu entwicklen und dir das Leben zu gestalten, was Du dir wirklich wünscht und welches Dir zusteht! Es wird Zeit die „gesunde Lebensweise“ zu entdecken und die schöne Seite des Lebens selbst zu erleben. Es gibt nichts mächtigeres in dieser Welt, als wenn du deine eigenen Gedanken vollkommen unter Kontrolle hast und dir immer deine eigene Meinung bildest. Du gibst nicht mehr die Kontrolle über dich selbst an Medien und andere Menschen ab. Kein Geld der Welt kann dich wirklich innerlich und langfristig im Leben glücklich machen, wenn du nicht Herr deiner Gedanken bist.

Wenn du dir dem Ganzen bewusst geworden bist, solltest du deinen Körper und deinen Geist nun wie einen heiligen Tempel behandeln. Du lässt nicht mehr einfach jede Aussage in deinen Kopf herein spazieren. Du Bildest dir deine eigene Meinung und deine eigene Realität. Es gibt viel zu viele falsche Sprichwörter, Sprüche und Floskeln, die wir mal gehört haben, in unseren Kopf gelassen haben – nie hinterfragt haben – und dann als unsere Realität angenommen haben.
Wir haben diese Aussagen unbewusst zu unseren gemacht und nicht realisiert, dass es uns möglicherweise negativ beeinflusst hat.

Wir sind fahrlässig mit uns selbst umgegangen.

Keiner kann dir sagen, was du Denken sollst.

Du musst jetzt beginnen selbst zu denken.

Das gleiche gilt in physischer Hinsicht. Ein Hoch auf die fortgeschrittene Medizin. Doch das Ganze hat eine kleine Nebenwirkung. Wir verlassen uns so sehr, dass wir jegliche Wahrnehmung von UNSEREM Körper an fremde Ärzte und allgemeine Medizin abgeben. Wir haben vergessen unseren eigenen Körper zu spüren und schalten Symptome mit Tabletten aus, statt die Ursachen zu suchen.

Keiner kann dir sagen, was du fühlen sollst.

Du musst jetzt beginnen selbst zu fühlen!

Ab heute investierst du regelmäßig in dich selbst – sei es physisch oder psychisch – oder ganz normale Ruhephasen. Umgib dich mehr mit Menschen die dir gut tun und weniger mit Menschen, die dir Energie rauben. Tue mehr Dinge, die dich glücklich machen und reduziere die schlechten, an dir zehrenden Aufgaben.
Lese Bücher, die dir in deiner Persönlichkeitsentwicklung weiterhelfen oder schaue Videos, die dich zum Nachdenken anregen oder motivieren. Setz dich mehr mit dir selbst auseinander. Reduziere die schlechten Nachrichtenquellen um dich selbst weniger zu belasten und versuche dir selbst mehr zuzuhören.

Wenn du diese Dinge regelmäßig einbaust, kann ich dir versprechen, wirst erst du dich selbst und dann dein Leben sich sehr positiv entwickeln. Du wirst glücklicher und erreichst deine Ziele Stück für Stück. Du hast deine kostbare Zeit endlich für die richtigen Dinge genutzt.
Denn dies ist

Die wichtigste Investition deines Lebens!

Warum du deinen Perfektionismus ab heute ablegen solltest

Ich habe ehrlich gesagt erst spät gemerkt, dass ich perfektionistisch veranlagt bin, denn ich bin es auf gar keinen Fall in allen Bereichen. Besonders in der Schule und im Studium war mein Motto eher das Minimalprinzip: „ein bestimmtes Ziel unter minimalem Aufwand erreichen“.

Aber kaum handelt es sich um meine eigenen Ziele – bzw. meine wahren, eher kreativen Ziele – entsteht in mir ein kleiner Perfektionist. Mein Mann hat diesen Perfektionist in mir schon etliche Male verflucht, wenn mal wieder die Fotos nicht so wurden, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich habe das Ganze aber nie so annehmen wollen. Doch spätestens seit ich versuche YouTube Videos abzudrehen und bestimmt schon 8 Videos in die Tonne geworfen habe und sogar nach Stunden des Schneidens nicht zum Hochladen bereit war, habe ich gemerkt:

Mein Perfektionismus ist hier ganz und gar nicht fördernd, er steht mir im Weg!

Und genau dies ist der springende Punkt: Perfektionismus verlangt von uns im Verhältnis zu viel Zeit und Energie ab, als das für ein sehr gutes Ergebnis nötig wäre. Spätestens wenn Perfektionismus uns davon abhält schnell abzuliefern, sollten die Alarmglocken läuten und daran gearbeitet werden.

Dass Perfektionismus keine gute Eigenschaft ist,war mir allerdings schon seit längerer Zeit bewusst, als ich mich schon mal mit dem Thema auseinander gesetzt habe.
Ich finde es interessant, dass das Wort Perfektionismus meines Erachtens, in der Gesellschaft eher positiv behaftet ist. Das Wort kommt von „Perfekt“, welches ja quasi wiederum als Superlativ aller Komplimente und Beschreibungen gilt. Doch so wahllos wie wir mit diesem Wort um uns schmeißen, wissen wir doch logisch gedacht, dass „Das Perfekte“ garnicht existiert. Wir wissen es zum einen und zum anderen auch wieder nicht, denn irgendetwas in uns strebt nach diesem „ nicht existierendem – utopischen – Perfekt“. Ziemlich schädlich für uns, wenn man mal ganz sachlich darüber nachdenkt.

Wir wissen doch logisch gedacht, dass „Das Perfekte“ garnicht existiert.

Generell entsteht Perfektionismus entweder aus der Angst, von anderen negativ bewertet zu werden bzw. die Angst Fehler zu machen. Oder es entsteht aus übermäßigem Ehrgeiz. Es kann auch eine Mischung aus Beidem sein.

Im ersten Fall ist es wichtig an unserem Selbstwertgefühl und an unserer Persönlichkeit zu arbeiten. Außerdem muss die innere Konditionierung im Bezug auf „Fehler machen“ grundlegend erneuert werden (Fehler machen ist Wichtig!)

Im zweiten Falle müssen wir lernen Dinge loszulassen und sie so anzunehmen wie sie sind.
Ein Vergleich mit Anderen, die das gleiche, aber besser tun, kann bei vielen lähmend wirken.
Letztendlich tun wir es dann garnicht.

Seid euch also bewusst, wenn euch jemand nach euren Träumen und Zielen fragt und ihr antwortet: „Dafür habe ich keine Zeit, das möchte ich vernünftig machen.“ Dann kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass euch euer Perfektionismus im Weg zu euren Zielen steht.
Und dann ist es entscheidend einen Schritt zurück zu gehen und zu bewerten, ob einen der Perfektionismus in diesem Fall weiter bringt oder doch nur wieder aufhält.

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Ich weiß nicht inwiefern euch dieses Thema betrifft, aber vielleicht kommt ja mal der Zeitpunkt, bei dem ihr euch dabei ertappt und vielleicht denkt ihr ja dann zurück an meinen Text. 🙂
Habt ihr euch schonmal mit diesem Thema auseinander gesetzt? Ich freue mich riesig über euer Feedback!

Eure Luana

Private updates #1

Der erste Monat dieses Jahres ist schon fast wieder rum. Ich hab schon einiges erleben dürfen aber die nächste Zeit steht für mich noch einiges auf dem Plan. Damit ihr einen kleinen Einblick hinter die Kulissen bekommt, erzähle ich euch hier, was mich aktuell und in letzter und nächster Zeit am meisten beschäftigt hat.

Hausbau:

Unser Umbau geht voran. Wie die meisten schon mitbekommen haben, wird unsere aktuelle Wohnung komplett renoviert und umgebaut. Daher wohnen wir seit Oktober bei meiner Schwiegermama vorraussichtlich bis April. Wir haben hier genug Platz, daher geht es alles schon ganz gut. Aber ein richtiges Ordnungskonzept herrscht bei unserem Kram auch nicht und es sind dann doch zu viele Sachen auf wenig Raum. Das macht mich dann schon manchmal etwas wahnsinnig. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Aktuell sieht die Baustelle noch richtig nach Baustelle aus, aber dass die Wände schon an den richtigen Plätzen stehen, macht mich super glücklich.

Seit Wochen und Monaten beschäftige ich mich mit Inspirationsseiten für Interior und anderen Einrichtungsprogrammen. Viele Möbel aus der alten Wohnung haben wir verkauft und die neue Einrichtung ist schon ziemlich weit geplant. Immer wenn ich irgendwo zu Besuch bin, schau ich nun auf Details wie Bodenleisten und Fensterbänke 😀 Man hat halt doch etwas Angst sich im Nachhinein über seine Entscheidung zu ärgern..

Da ich mir gut vorstellen kann, dass einige von euch auch in dem Thema Einrichtung interessiert sind, halt ich euch da gerne auf dem Laufenden und werde euch berichten, für welche Möbel, Materialien und Oberflächen wir uns letztendlich entschieden haben :

 

Urlaub:

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Leuteee, ich drehe durch, ich freu mich einfach soo! Ende Januar geht es für uns nach Brasilien! Wir besuchen dort den größeren Teil meiner Familie, denn mein Vater kommt aus Brasilien. Das Letzte Mal als wir dort waren ist jetzt schon 4 Jahre her, also es wird wirklich wieder Zeit. In Brasilien ist es aktuell Sommer und Karnevalzeit. In den letzten Wochen hat es allerdings sehr viel dort geregnet (nach sehr langer Trockenperiode) – mal sehen.

Wir werden diesmal ein paar Tage in der Stadt meiner Familie und die anderen Tage am Strand verbringen. Wir haben einiges auf unsere To-do Liste, aber ich halt euch auf dem Laufenden.

 

 

Fashionweek 2016:eb6466deafc6cbbac6f4d6dd7a97aa21

Diese Woche durfte ich zum zweiten Mal die Fashionweek besuchen. Ich war aber nur einen Tag da, meine Veranstaltungen waren eigentlich alle auf zwei Tage gelegt, aber den zweiten Tag konnte ich nicht wahrnehmen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht so ganz genau, was ich von der Fashionweek halten soll. Es gibt vieles was mir Spaß macht und ich darf immer viele großartige Menschen kennenlernen.

Aber es gibt auch hier und da Situationen, bei denen man denkt, dass viele diese Veranstaltung und sich selbst viel zu ernst nehmen. Und dann kann Mode auch ganz schnell nicht mehr ganz so viel Spaß machen. Aber ich lasse mir natürlich solche Veranstaltungen nicht durch sowas verderben.


 

Ich hoffe es hat euch gefallen, lasst es mich wissen! :-*

Dezember Pause und das Jahr 2015

Meine Lieben, hier kommt mal ein etwas persönlicher Post. Und zwar habe ich im Dezember nicht mehr viel von mir hören lassen. Meine Sylvesteroutfitreihe hat sich nicht mehr erweitert und auch mein Geschenkeguide, (der eigentlich für Weihnachten geplant war) hing so etwas verloren in der Luft.. Das tut mir Leid!

Der Grund war, dass Anfang Dezember ein familiärer Vorfall passierte, der uns alle ziemlich aus dem Alltag riss und uns in einen sentimentalen Zustand versetzte. Zum Glück sind mein Mann und ich so flexibel selbst zu bestimmen, wann wir arbeiten und nahmen uns den Dezemeber eine Pause für uns selbst. Kurzfristig änderten wir unsere Sylvesterplanung von Feiern auf ruhig zusammen Zuhause verbringen. Wir waren sehr viel mit uns selbst und unseren Gedanken beschäftigt. Aber es ist auch wichtig sich mit seinen eigenen Ängsten und seiner Trauer zu beschäftigen um diese Themen zu verarbeiten und den Umgang damit zu lernen..

Natürlich habe ich dann nicht mehr nach einem Sylvesteroutfit geschaut bzw. mich in irgendeinerweise diesen Themen gewidmet. Unsere Weihnachtstage mit der Familie waren sehr bessinlich und wir genossen es zusammen zu sein.

Daher habt ihr insbesondere hier nicht viel von mir gehört. Ich hoffe (und denke auch) ihr habt dafür Verständnis.


 

Das Jahr 2015

Der Jahreswechsel ist daher leicht an mir vorbei gezogen und das wollte ich jetzt mal nachholen. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen! Ich möchte allen Danken, die mich so tatkräftig unterstützt haben. Über jede liebe Nachricht und über alle lieben Kommentare habe ich mich unheimlich gefreut und neue Energie geschöpft! Und das möchte ich euch unbedingt zurück geben.

Ich blicke auf 2015 als ein erfolgreiches Jahr zurück mit viele Höhen und Tiefen, die aber auch immer dazu gehören. In diesem Jahr habe ich mich selbst viel entwickelt und angefangen Dinge anzupacken, die ich immer im Kopf hatte.

Anfang 2015 durfte ich mich endlich als erfolgrieiche BWL Studentin auszeichnen lassen. Immerwieder habe ich gezweifelt, das Studium wirklich abzuschließen.

Innerhalb eines Jahres habe ich über 125K Abonnenten auf Instagram dazu gewinnen dürfen. Ich habe mich allen  meinen Zwängen und Erwartungen an mich selbst gelöst und mich Selbstständig gemacht, was für mich persönlich ein großer Schritt war. Ich habe mich dem Projekt Onlineshop gewidmet und diesen Mitte/Ende des Jahres eröffnet. Seit Mitte des Jahres durfte ich auch mit meinem Blog  in verschiedene Programme eintreten und mit tollen Marken zusammen arbeiten. Ich wurde das erste mal auf der Fashionweek Berlin persönlich von großen Marken eingeladen, um einen Einblick hinter die Kulissen zu bekommen und bin zwei Tage später über die Modemessen als Einkäuferin für meinen Shop gelaufen. Ich musste mich aber auch mit elendigen Steuerthemen auseinandersetzen und lernte im IT Bereich sehr viel dazu.

Ich habe fast täglich Neues über das Thema Influencer erfahren und kennengelernt. Ich wurde als Influncergast auf die Inreach eingeladen und durfte viele bekannte Gesichter kennenlernen und mit ihnen tolle Gespräche führen. Verschiedene Projekte kamen auf meinen Tisch, und ich musste als chaotischer Mensch lernen, dass Organisation und Planung bei meiner Arbeit eine grundbasis sind.

Wir haben uns außerdem das ganze Jahr Gedanken über die Renovierung unseres neuen Zuhauses gemacht. Letztendlich handelt es sich dabei um ein sehr großes Projekt, was im Oktober gestartet ist und ca 1/2 Jahr dauert. Zudem durfte ich in diesem Jahr  so tolle Mädels kennenlernen, die ich bereits als sehr gute Freundinnen bezeichne.

Auch wenn ich auf das Jahr 2015 einerseits glücklich zurück schaue, gab es natürlich auch Tage an denen ich den Kopf hängen ließ und von Zweifel überkommen wurde. Tage an denen ich meinen Fokus verloren hatte und meine Aufmersamkeit Dingen schenkte, die mich runter zogen. Momente, in denen ich nur existierte und nicht lebte. Ereignisse, die mich aus dem Gleichgewicht warfen, mich ärgerten und wütend machten oder einfach nur schockierten. Aber auch diese Tiefs gehören dazu und sind sogar wichtig, damit wir schöne Tage von schlechten unterscheiden. Manchmal müssen wir den Meeresboden mit den Füßen berühren um uns davon abstoßen zu können. Manchmal ist es genau diese Frustration , die uns Kraft gibt zu Handeln und aus unangenehmen Lebensumständen zu lösen.

In diesem Jahr möchte ich hier auf sowas viel mehr eingehen  und euch dabei unterstützen EURE Ziele zu erreichen. Woher bekommt man seine Energie und Motivation und welche Rolle spielen Disziplin und Gewohnheit? Außerdem möchte ich euch etwas mehr an meinem Privatleben teilhaben lassen und euch mehr von Erlebnissen und Erfahrungen erzählen..ich habe noch viele viele Dinge im Kopf und so einige werde ich in 2016 anpacken.

Ich hoffe ihr freut euch genauso wie ich darauf!

Ich wünsche allen ein frohes und erfolgreiches Jahr 2016!

 

 

 

Wie finde ich meine Leidenschaft? TEIL III

Dieser Beitrag ist der Dritte und Letzte Teil zu der Reihe “Was ist ein anständiger Job?”

Ja, Leidenschaft ist ein happiges Wort und klingt auch immer schnell ziemlich esoterisch – Ich weiß. Aber letztendlich kann man es nicht ignorieren, dass viele erfolgreiche Menschen genau immer wieder von dieser Leidenschaft reden und es häufig genau Diese ist, die sie so weit gebracht hat.

Die Leidenschaft zu finden bedeutet nicht, dass man sein ewiges Glück gefunden hat und sich dann nie wieder darum Sorgen machen muss. Wir denken immer schnell, dass Glücklichsein ein Dauerzustand ist. Wir neigen dazu zu glauben, dass wenn wir etwas erreicht oder bekommen haben, dass wir dann ewig glücklich sind. Aber so ist es nicht. Das Ganze ist ein Prozess, so wie auch das Leben ein Prozess ist. Wenn du ein Ziel erreicht hast, wirst du dir vermutlich neue weitere Ziele setzen. Du wirst Aufgaben und Situationen hinter dich gebracht haben, die dir vorher Angst gemacht hätten und sobald du diese Probleme überwunden hast, entwickelst du dich einen Schritt weiter. Ab jetzt fallen dir vergleichbare Aufgaben nicht mehr so schwer und machen dir auch nicht mehr so Angst. Aber wenn du dann auf schwerere Aufgaben triffst, dann wirst du erneut da stehen und denken, “Wie soll ich das nur schaffen?”.

Das Ganze ist ein Prozess zum Wachsen und Entwickeln – die Aufgabe unseres Lebens!

Die Leidenschaft ist nicht unbedingt DIE Passion, die jedem Menschen einmalig zugetragen wird. Auch Sie kann sich mit dir verändern und entwickeln. Es ist nicht DAS Endstadium zum Glücklichsein, aber es ist ein Pfeiler, der dir den richtigen Weg weist.

Wenn du nicht weißt, was das Richtige ist, dann wirst du nicht drum herum kommen die Dinge anzupacken! Du kannst stundenlang analysieren, was für dich das Richtige ist. Aber nur, wenn du die Dinge auch anpackst, wird dabei ein Gefühl enststehen, dass dir ein deutliches Zeichen gibt.

Wenn du eine Aufgabe ausführst, die in dir Kreaivität, Begeisterung, (Selbst-)bewusstsein und Freiheit auslöst, dann kannst du stark davon ausgehen, auf dem richtigen Weg zu sein.

Vielleicht spürst du die Gefühle zunächst nicht so stark, da du dich extrem auf die Außenwelt konzentrierst, die dir sagt, was du tun solltest! Und dass dein Weg riskant und unpassend für dich ist. Aber mal ehrlich: Können deine Mitmenschen dich so gut kennen, wie du dich selbst kennst? Können sie deine Gefühle fühlen und deine Gedanken hören? .. Nein, sie wissen nicht welches Potential in dir steckt, weil sie nur das bewerten (können), was sie bisher von dir kannten. Wenn du also auf ihre Ratschläge hörst, wirst du dich automatisch immer selbst einschränken!

Ich sage nicht, dass man Hals über Kopf seine Existenz aufs Spiel setzen sollte und alles riskiert! Aber man sollte das Gefühl der Leidenschaft nicht ignorieren, denn es wird an einem nagen, wenn man nie darauf eingeht und zudem kann es einem Selbst eine starke Erfüllung geben.

Wie bereits gesagt, wenn du wissen möchtest, was der Richtige Weg für dich ist, dann musst du den Dingen nachgehen, die dir eine Begeisterung geben. Dinge die dich interessieren, Möglichkeiten die du dir vorstellen könntest. Die einen Sachen wirst du weiter machen und sie werden dich kreativ werden lassen, die Anderen werden dir schnell wieder vergehen. Das Ganze wird nicht Tage oder Wochen dauern – Nein, wir reden hier eher von Monaten und Jahren! Setz dich nicht selbst unter Druck, dass du unbedingt deine Leidenschaft (das Ziel) finden musst. Fokussiere dich lieber auf deinen Weg vor dir und mache kleine Schritte. Probiere Vieles aus und höre zwischendurch immer auf dein Bauchgefühl.

Stelle dir die richtigen Fragen wie: Was gefällt mir? Was macht mir Spaß? Bei welchen Themen blühe ich auf? Wo höre ich gerne zu? Was hat mich schon immer interessiert? Womit hab mich nie beschäftigt, obwohl es mir gefallen könnte? Was würde ich gerne können? Über welche Dinge denke ich gerne nach oder was lässt mich kreativ werden? Welche Persönlichkeiten bewundere ich und warum bewundere ich sie ganz genau? Was wollte ich schon immer mal tun und welche Orte wollte ich schon immer mal sehen? .. und und ..

Lasse bei diesem Prozess NIEMALS solche  Gedanken zu wie: Worauf wären meine Eltern stolz? Um was würde man mich bewundern? Mit welchem Hobby kann ich Geld verdienen? Mrs X bekommt viele Komplimente, es scheint ein bewundernswerter Job zu sein. Bei der Arbeit würde ich viel Aufmerksamkeit bekommen..etc.  Denn wie euch vermutlich bei den letzteren Gedanken auffällt, handelt es sich dabei um außengesteuerte Gründe! Es sind nicht deine Eigenen und daher werden dich diese Wege nie in die richtige Richtung leiten und vermutlich auch nie wirklich glücklich machen. Es tritt das große Problem auf, dass du dir automatisch selbst Türen verschließen wirst. Potenzielle Möglichkeiten werden dann automatisch unsichtbar für dich sein.

Wenn du Themengebiete entdeckst, denen du nachgehen möchtest, dann gibt es viele Mittel und Wege. Kaufe dir Bücher, schaue Videos, besuche einen Kurs, treffe und rede mit Gleichgesinnten .. und und .. Auch bei mir, gab es viele Dinge die mir Spaß gemacht haben oder mich interessiert haben: Tanzen, Schminken, Marketing, Psychologie, Persönlicheitsentwicklung, Mode, Buddhismus, Physik, Astronomie.. Einiges wusste ich schon immer. Anderes habe ich erst mit der Zeit entdeckt. Ich hätte mir viele Felder für mich vorstellen können und ich kann mir auch immer noch Vieles vorstellen. Die einen Interessen habe ich vertieft und andere noch nicht. Aber es schließt sich für mich auch nicht gegenseitig aus. Ich werde auch in Zukunft mit Sicherheit noch neue Bereiche entdecken. Vielleicht gefällt mir irgendwann Mode und Make up nicht mehr und dann wünsche ich mir die Freiheit, meinen Arbeitsbereich wechseln zu können und mich in anderen Gebieten kreativ ausleben zu können. Ich hoffe ihr versteht das Prinzip dahinter und könnt es auf euch selbst anwenden.

Nehmt euch die Ruhe und hört euch selbst zu. Wendet euch euren Interessen regelmäßig zu. Versucht eure verfügbare Zeit zu nutzen, um euch in euren Interessen zu entwicklen (anstatt diese  z.B. vor dem Fernseher zu verschwenden). Je mehr ihr euch entwickelt, neue Fähigeiten dazu lernt und Dinge ausprobiert, desto besser werdet ihr euch selbst kennen lernen und nach und nach wird sich der Weg vor euch aufzeichnen.

Ihr müsst nicht vom Startpunkt aus das Ziel sehen! Stattdessen geht ihr einfach Schritt für Schritt und so entwickelt sich langsam aber sicher euer Weg vor euch .. DEIN WEG..

Ich wünsche euch vom Herzen alles Gute und dass ihr diesen Gedanken immer im Hinterkopf behaltet, an euch arbeitet und ein zufriedenes und erfülltes Leben lebt, dass uns allen zusteht!

Eure Luana

 

 

Was ist ein anständiger Job? – TEIL II

Die erste Zeit fühlte ich mich wie im Paradies. Ich bekam die Kosmetikprodukte zu geschenkten Preisen und ich hortete mich zu, sodass ich jeden meiner Freundinnen hätte lebenslänglich damit versorgen können. Bis dahin war es auch ein Traum. Aber dann kam für mich die Kehrseite. Die tägliche Anreise zu der Arbeit nahm mir viel Zeit und Nerven.  Ich muss ein ziemlich ungeduldiger Mensch sein, denn ich hatte das Gefühl es kostete mich täglich wertvolle Lebenszeit. Außerdem konnte ich in der Firma für mich keine großen Aufstiegsmöglichkeiten erkennen. Ich merkte, dass ich meine Arbeitsenergie einsparte und mein Kopf sich weigerte außerhalb meiner Verantwortungsgrenzen zu denken, “denn dafür wird man ja nicht bezahlt”. Während ich dort tagtäglich am Schreibtisch saß und meine To-Do Listen abarbeitete, merkte ich, dass ich begann meine Arbeit an Zeit anstatt an Effizienz zu messen. Das hat mich auch immer schon im Studium gestört. Die meisten Studenten neigten dazu einen erfolgreichen Lern-Tag an der Aufenthaltsdauer in der Bibliothek zu messen. Dabei sind 4 konsequent durchgezogene Lernstunden  viel effizienter, als 10 Stunden Zeit absitzen mit vielen Kaffe-, Raucher- und Facebookpäuschen.

Ich bin schon immer Fan des Konzeptes, dass man Arbeit an Aufgaben und nicht an  Zeit misst. (Aber mir ist auch bewusst, dass man dies nicht in allen Berufsbereichen einsetzten kann.) Tatsächlich gibt es schon viele große moderne Firmen, die ihren Mitarbeitern Aufgaben geben und wenn diese gut erledigt sind, kann man zufrieden nach Hause gehen. Die Zeitmessung sorgt dafür, dass man Aufgaben gerne unnötig in die Länge zieht, denn wenn man zu schnell fertig ist, folgt schon die nächste Aufgabe.

Ein weiteres kleines Manko bei diesem Praktikum, was in einer Kosmetikfirma aber sicher zu erwarten war, war das Verhältnis von Frauen und Männern. In den Bürobereichen, waren die Frauen deutlich den Männern überlegen, während man die Männer trotzdem eher in den leitenden Positionen vorgefunden hat. Allein das hat mich ziemlich stutzig gemacht. „War es schwer, sich als Frau hier hochzuarbeiten, während bevorzugt Männer in die leitenden Positionen gesprungen sind?“. Ich komme immer gut mit einem ausgewogenen Verhältnis von Frauen und Männern klar, aber wenn viele Frauen an meinem Arbeitsplatz um mich herum sind, falle ich in eine Art Sicherheitsstarre – als würde ich versuchen unsichtbar zu sein. Ich hatte bereits mal drei Jahre bei New Yorker gearbeitet. Auch hier gab es überhaupt keine Männer und ich bin mit meiner „Ich-halt-mich-aus-allem-raus“- Strategie ziemlich gut gefahren. Am Ende haben sich die Mädels bei New Yorker alle gegenseitig rausgeekelt und ich.. ich war halt einfach da. Niemand hasste mich, aber ich war auch nie vertraut mit den Menschen um mich herum. Ähnlich verhielt ich mich nun hier im Kosmetikunternehmen und es ärgerte mich selbst, dass ich als eine normalerweise ziemlich offene Person, wieder super schüchtern wurde.

Mit den Wochen und Monaten in diesem Praktikum wurde ich immer unglücklicher. Ich hatte das Gefühl, ich lebte um zu arbeiten. Obwohl ich nach der Arbeit Zeit gehabt hätte, fühlte ich mich psychisch so ausgelaugt, dass ich es nur noch schaffte ein Brot zu essen und mich ins Bett zu legen.

Doch was war es genau was mich so frustrierte? Eigentlich tat ich doch meine Lieblingstätigkeit (Marketing) in einem unglaublich beeindruckenden Unternehmen! Eigentlich musste diese Arbeit doch perfekt für mich sein! Doch warum hasste ich diese Arbeit so?

Heute kann ich sagen, mir fehlte das Gefühl frei zu sein. Frei zu entscheiden, wann ich zur Arbeit gehe und wann ich nach Hause gehe und welche Aufgaben ich als nächstes bearbeite. Pausen zu machen ohne mich zu rechtfertigen und stattdessen den Abend oder das Wochenende zu opfern. Es fehlte mir an Flexibilität, an guten Aufstiegschancen und an geistiger und kreativer Forderung. Ich brauche es, wenn ich fleißig war belohnt zu werden und die Quittung zu bekommen, wenn ich zu wenig arbeite. Ich wollte kreativ sein und über meine Grenzen hinausdenken, Dinge neu probieren oder neue Dinge probieren. Und hier war nicht der richtige Platz für mich.. jedenfalls nicht genug Platz für mich und meinen Traum.

Ich lernte den Gründer dieses Kosmetikunternehmens kennen und seine Geschichte faszinierte mich. Es faszinierte mich, da er eigentlich ein ganz normaler Mann war – nur mit einer großen Prise Mut und ein gutes stück Überzeugung der eigenen Fähigkeiten. Und zum ersten Mal traute ich mich diese Gedanken zu zulassen:

„Warum hat es dieser Mann geschafft, so ein Imperium aus dem Boden zu stampfen? Wieso hat er es geschafft und warum sollte ich es nicht schaffen meine Träume zu verwirklichen?“

Dieser Mann bezeichnete sich selbst als einen Problemlöser. Er erkannte als junger Mann sein Problem: Er brauchte einen Job und er wollte etwas Eigenes machen. Er fand eine Lösung und setzte sie um. Er sprach weiter davon, dass viele Frauen dazu neigen, sich über Dinge aufzuregen, die sie eigentlich nicht ändern wollten. Viele Männer dagegen, behauptete er, versuchen Lösungen für ihr Problem zu finden. Während er da so saß und das erzählte, fühlte ich mich selbst von der Aussage etwas angegriffen. „Also weil ich eine Frau bin, ärgere ich mich über Dinge, die ich eigentlich gar nicht ändern will? So ein Quatsch! Frauen können auch Problemlöser sein! Und ich werde einer sein“ Ich wusste zwar noch nicht, was die perfekte Arbeit für mich war, aber ich wusste schon mal, dass es dieser Job nicht war. Und das kann verdammt viel Wert sein.

Letztendlich habe ich für mich aus diesen Erfahrungen meinen Weg in die Selbstständigkeit gefunden. Je mehr Jobs ich angetreten habe, die mir nicht gefallen haben, desto mehr bekam ich einen Antrieb und neue Ideen auf der Suche nach der besten Job für mich. Für alle die da draußen sitzen und unzufrieden mit ihrer Arbeit sind, ihr dürft es euch ruhig eingestehen und zulassen, doch ihr solltet auch bereit sein an dieser Situation etwas zu ändern.

Wisst ihr was das Tolle an unserer heutigen Zeit ist? Wir können unsere Arbeit für uns frei wählen. Und wisst ihr was das Gute an unserem technischen Zeitalter ist? Es ist wesentlich einfacher mit seiner Leidenschaft Geld zu verdienen. Die Vielfalt an Jobs ist riesengroß. Vielleicht gibt es die Bezeichnung für euren zukünftigen Job auch noch gar nicht. Aber wie wir gelernt haben, was sind schon Bezeichnungen. Mir selbst fällt es schwer meine aktuellen Tätigkeiten, mit denen ich mein Geld verdiene, eine gute Bezeichnung zu geben. Aber was zählt es, wenn ich zufrieden damit bin.

Ich denke, dass es nicht unbedingt den einen Job für uns gibt. Ich denke wir alle sind viel vielfältiger und können in vielen Dingen unsere Passion finden. Ich weiß auch, dass wir alle unterschiedliche Anforderungen an die Arbeit haben. Manch einer hätte sich mit Sicherheit im Steuerbüro pudelwohl gefühlt und für viele wäre es sicher ein Traum in der Kosmetikfirma zu arbeiten.. und das ist auch richtig so. Wichtig ist nur, dass ihr für euch rausfindet, ob es auch euer Traum ist und nicht der von Anderen. Ich werde euch nicht sagen können, was der perfekte Job für euch ist. Aber Ich kann versuchen, euch Tipps zu geben, wie Ihr für euch langsam rausfindet was ihr wirklich wollt..

Teil 3 folgt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist ein anständiger Job?

Ich habe mehrere Jahre gebraucht, um mir im Klaren zu werden, welche Anforderungen ich persönlich an meine Arbeit habe. Nach meinem Abitur wusste ich überhaupt nicht wohin mit mir. Ich konnte mir jeden, aber auch keinen Job richtig für mich vorstellen. Mir war es nicht bewusst, aber ich neigte dazu allgemeine Werte als meine eigenen auszulegen. Zum Glück habe ich schnell gemerkt, dass mich das im Leben überhaupt nicht glücklich machen wird.

Eigentlich bin ich eine ganz normale Frau. Ich war immer gut in Kunst, Musik oder Sport. Weniger dafür in Mathe, Chemie und Biologie. Bis zum Abitur hatte ich keine Ahnung, was mal aus mir werden würde und habe letztendlich meine Entscheidung in einer Nacht getroffen. Ich habe viel gegoogelt und Existenzängste hatte ich auch. Man sagte mir häufig “man solle doch was anständiges machen” und nach 12h Recherche traf ich in dieser Nacht meine Entscheidung Bwl zu studieren. Danach ging alles sehr schnell. Zwei Monate später begann ich mein Studium und die ersten Monate war noch alles heiter und lustig. Doch dann kamen die fiesen Klausuren und auch das Klima unter uns Studierenden sank von Monat zu Monat und kleine Konkurrenzkämpfe ließen die Stimmung häufig vereisen. Ich habe nie verstanden, dass man gerne studiert. Für mich persönlich waren diese drei Jahre wirklich die Schlimmsten. Doch trotzdem habe ich sie nie bereut und ich habe in dieser Zeit unheimlich viel über mich selbst und das Leben gelernt. Lange wurden mir gesellschaftliche Glaubensmuster aufergelegt, nach denen es hieß:

“Du musst studieren um einen anständigen Job zu bekommen”.

Aber was ist denn überhaupt ein “anständiger” Job ?  Es ist ein weit verbreiteter Mythos in der Gesellschaft, dass man glücklich oder erfolgreich ist, wenn man in seinem Job viel Geld verdient oder für eine große berühmte Marke arbeitet.

Dazu klingt der Arbeitsplatz noch spektakulärer, wichtiger und erfolgreicher als englischer Begriff: Project Manager, Merchandiser, Business Development Analyst, etc. Ich hörte Dinge wie ” wenn du ein Manager bist, dann verdienst du viel Geld und bist erfolgreich”. Ganz nebenbei kann heutzutage jeder Beruf eine spektakuläre Bezeichnung bekommen. So ist zum Beispiel ein Facility Manager ein Hausmeister und ein Fensterputzer heißt heut zu Tage Vision Clearance Engineer. Lasst euch nicht beirren.

Eines der besten Dinge in meinem Studium waren daher die vielen Praktika, die ich gemacht habe. Eines davon verbrachte ich in einem Steuerbüro (“wo man sehr viel Geld verdienen kann”). Ich habe gedacht “Hey wenn man die Arbeit gut kann und ein tolles Team hat, und die Bezahlung dann auch noch so gut ist, dann wird das schon eine gute Arbeit sein” Haha nix da! Ich muss sagen, für mich waren diese 6 Wochen einfach furchtbar! Ich kam mir vor wie eine vertrocknete Blume die kein Wasser und keine Sonne sah. Ich hatte super Kollegen, aber das änderte nichts daran, dass mir diese Arbeit nicht eine Sekunde Spaß gemacht hat.

Und in dieser Zeit wurde es mir so deutlich wie noch nie: “Luana, du sitzt hier 8 Stunden am Tag, 40h die Woche, 160h im Monat, ca. 10 Jahre deines Lebens – wenn dir die Arbeit keinen Spaß macht – dann wirst du dein ganzes Leben an dir vorbei ziehen sehen! Ich arbeite nicht daraufhin Wochenende oder Ferien zu haben oder gar Rentner zu sein! Jetzt is mein Leben und ich will es jetzt genießen und jetzt lieben mit jedem einzigen Moment und da spielt die Arbeit mit die allergrößte Rolle. Ich möchte nie eine verbitterte Frau werden, die ihr Leben bereut, weil ich mich nicht getraut habe, meinen Traum zu verwirklichen.” Und ich denke JEDER hat diesen Traum.

Okay kommen wir zurück zu meinen Praktika. Aus dieser Erfahrung im Steuerbüro habe ich sehr viel von mir selbst gelernt – vielleicht sogar mehr, als aus einem guten Praktikum. Mir war nun bewusst, ich muss meinen Job lieben. Aber was liebte ich überhaupt? Ich wollte meine Fähigkeiten nutzen und dies mit einer Marke, die mir gefiel und die ich vertreten könnte, verbinden.  Ein weiteres Praktikum erfolgte in einem sehr bekannten Kosmetikunternehmen in der Marketingabteilung – “KOSMETIK und MARKETING? Ein TRAUM!” dachte ich mir zunächst.

.. Teil 2 folgt.

 

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